|
|
Theodor >
|
Radka Donnell Die Naturschönheit der Schweiz und ihrer Gewässer wird Schauplatz der Liebes- und Identitätssuche einer eingewanderten Frau. Ihre Bewegtheit ist getragen vom lyrischen Fluss der Sprache, der sie sich ganz anvertraut. Taschenbuch 96 Seiten | |
|
|
Radka Donnell, geboren 1928 in Sofia, verbrachte die Kriegsjahre in Deutschland und emigrierte 1951 in die USA. Universitätsabschluss an der Stanford University 1954, Master of Fine Arts an der University of Colorado Boulder. Sie ist Mutter zweier Töchter und wohnt heute in Zürich. Gedichtbände bei Plovdiv Pygmalion Press, teils Deutsch und Bulgarisch: «leidenschaftspassage» 1993; «am Walensee», «das frühlingsbuch» 1994; «die Goldberg variationen» 1997; bei Günther Dienelt, Schwandorf: «ins nächste jahr» 1995. Gedichte in Anthologien, zuletzt in «Küsse und eilige Rosen», Limmat Verlag, Zürich 1998. «Die letzte Héloïse» ist ihr erster Roman. |
Irgendwo im tiefsten Flusslehm lagen nun
die früheren Eheringe, waren bei den jährlichen
Säuberungsaktionen in der Limmat nicht aufgelesen
worden, und das war recht so, sie war ja nur mit dem Fluss
verschwistert und verlobt. An einem Fluss hatte sie lieben
gelernt, an ferngelegenen anderen Flüssen hatte sie
liebliche und grässliche Szenen erlebt und wärs
ihr beschieden, würde sie dorthin ihre letzte Zuflucht
nehmen. Schon hatte eine ausländische Freundin ihre
Asche in die Aare streuen lassen, und der Schwester einer
lieben Freundin hatte das Herz in der Aare aufgehört zu
schlagen. |
«Ein virtuoser Gedankenfluss, der am Ende als Lebensbild einer grossen Liebenden dasteht.» Rosemarie Schlack, Zenit, Wien «Eine west-östliche Biografie, in die sich die Brüche der europäischen Geschichte des letzten Jahrhunderts eingeschrieben haben.» Saida Keller-Messahli, Weltwoche, Zürich «Ein literarisches Kleinod.» Barbara Traber, Zürcher Oberländer «Donnell erzählt ein Leben, und der Leser hat noch tausend Fragen. Im Erzählen klingt selbst das Unverarbeitete fliessend - wie die Flüsse, die so so liebenswert beschreibt.» Waltraud Weiss, Wort & Mensch, Köln «Ein bemerkenswert poetischer Bericht über die Suche nach Heimat» Bruno Oetterli-Hohlenbaum, Harass last update 01|04|13 |