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Georg Schmid
BÜNDNER LIEBE
Verse und Skizzen

Die Täler und Höhen Graubündens sind Georg Schmids «erste Heimat». In Versen und Skizzen wandernd sucht er hier nach seinen Wurzeln, nach jener Geborgenheit, die ihm hilft, überall in dieser Welt Heimat zu finden.

Taschenbuch 48 Seiten
ISBN 3-906566-06-4
CHF 12.- DEM 15.- OES 110.- EUR 8.-

Georg Schmid, geboren 1940 in Chur, ist Pfarrer in Greifensee, Titularprofessor im Fach Religionswissenschaft an der Universität Zürich und Leiter der Evangelischen Informationsstelle «Kirchen Sekten Religionen» in Greifensee.

Autor von Gedichtbänden im Blaukreuzverlag, Bern und Claassen Verlag, Zürich, sowie zahlreicher Sachbücher zum Thema Religion im Kreuz Verlag, Stuttgart. Einige seiner Gedichte sind vertont worden für die Gesangbücher der Evang.-Reformierten und der Katholischen Kirchen der Schweiz. Im Theodor Schmid Verlag bisher erschienen: «Kleiner Friede - eine Indienreise in Versen und Skizzen».

Auf Bergen umfängt dich - nennt man dies Frieden?
Du stehst über Gletschern erleichtert allein.
Warum war dir unten kein Friede beschieden?
Hast du gesucht oder hast du gemieden
das Glück, nur noch du und nichts andres zu sein?

In eisigen Höhen erblühen Gefühle
am sonnigen Tag in geselliger Stund.
Du kanntest das Lächeln, das steife und kühle,
bisweilen das Grinsen, das schräge und schwüle.
Lacht hier deine Seele, im Tal nur dein Mund?

An Halden, an Hängen, in Furchen und Steinen
durchwühlen Gedanken das arglose Hirn.
Mal spassig, mal traurig, zum Lachen und Weinen,
Du fragst sie erstaunt, was sie wollen und meinen.
Doch was sie dir raunen, verbirgt deine Stirn.

Auf windigen Höhen, da fliegen Gedanken,
wohin es sich sinnend und träumend ergibt.
Der erste erahnt dieser Wirklichkeit Schranken,
der zweite die Welt, die die Mythen umranken.
Der dritte erkennt, dass der Himmel ihn liebt.

Heimlich zieht durch meine Seele
fast vergessnes Liebesweh
und verschnürt mir meine Kehle,
wenn ich dich beim Jäten seh.

Tiefgebeugt und schweissgerötet,
Kopftuch und zerzaustes Haar:
«Hol das Gift, das Schnecken tötet.
Viel zu viel hat's dieses Jahr.»

Gummistiefel, Mist und Mücken,
grüne Schürze, müder Schritt,
Schweiss im Nacken,Schmerz im Rücken -
wer dich sieht, der leidet mit.

Einmal kannt ich dich als Mädchen,
Liebe nannt ich meine List.
Heute zwischen deinen Beetchen
spür ich erst, was Liebe ist.

 

last update 01|04|13